Eurythmie auf Skiern - Der Konsonant «K» 
 
 
   

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Textauszug aus dem Buch "Eurythmie auf Skiern"
gekürzt, o
hne Bilder, Skizzen, Ergänzungen und Literaturangaben

Das Prinzip des "K"
Das "K" ist ein Spiel zwischen den Kräften des oberen und denen des unteren Menschen. Von oben wirken abbauende Kräfte, formende Kräfte. Von unten wirken aufbauende Kräfte, plastische Kräfte, Gesundheitskräfte. Wenn wir uns seelisch zu sehr mit den von oben wirkenden Kräften verbinden, dann führt uns das in die Zwanghaftigkeit und Pedanterie und wir sehen überall Probleme. Wenn wir uns den unteren Kräften hingeben, leben wir unsere Bedürfnisse ungehemmt aus und sonnen uns im Gefühl unserer Stärke und Schönheit.

Das Zwerchfell bildet eine symbolische Grenze zwischen diesen beiden Polen und wirkt beim "K" wie ein Trampolin. Von oben attackiert das "K" hartnäckig und mit Vergnügen. Die Kräfte, die von unten wirken, lassen alles abprallen und in die Luft zurückfedern, als wären es nur Kleinigkeiten.

Das "K" ist der Schützelaut des oberen Menschen. Es hat die Fähigkeit, Probleme ohne Krafteinsatz in Luft aufzulösen. Ich mache etwas einmal, und danach ist das, was mich gestört hat, weg. Problem? War da eins?

Die Grundgebärde des "K"
Bauen Sie eine angenehme Spannung im Bauch sowie im unteren Menschen auf. Die Beine sind ein wenig gebeugt, damit sie gut federn können, und die Oberschenkel sind bereit, Kraft aufzufangen und zurückzugeben.

Holen Sie beidhändig locker nach oben aus und lassen Sie die Arme mit den Ellenbogen voraus nach unten fallen. Ein Arm geht etwas voraus, der andere folgt kurz danach hinterher. Beschleunigen Sie die Fallbewegung ganz leicht mit den Oberarmen. Die Hände folgen locker und sind wach, um den etwas später erfolgenden Rückstoss unmittelbar aufgreifen zu können.

Das unter dem Zwerchfell aufgespannte Energiefeld wirkt wie ein Luftkissen, von dem die Oberarme ohne eigenes Zutun zurückgefedert werden. Die Arme werden sanft gestoppt und fliegen mit den Händen voraus wieder nach oben. Die Aufprallenergie strahlt zurück bis in die Finger, die sie wie ein Zerstäuber in den Umkreis verteilen, wo sie sich auflöst. Der Körper fühlt sich danach leichter an als davor.

Das "K" im Fahren
Das "K" braucht steile Hänge und einiges an Übung. Im Prinzip geht es darum, dass Sie mit Ihrer ganzen Energie einen Bremsschwung machen, bei dem die Skier zum Stillstand kommen. Der Körper wird von der Elastizität der Beine und des ganzen unteren Systems wieder nach oben geschleudert. Er fliegt talwärts über die Skier, im Flug findet der Wechsel der Fahrtrichtung statt, dann kommt der nächste Stopp. Die Piste hat die Rolle des Zwerchfells übernommen.

Mit der oben beschriebenen Armegbärde können Sie diesen spielerischen Wechsel von Härte und Leichtigkeit gut unterstützen. Den Stopp der Skier auf den Kanten koordinieren Sie mit der "K"-Gebärde nach unten. Das Zurückfedern der Arme unterstützt das schwerelose Dahinfliegen des Oberkörpers. Das alles geschieht verhältnismässig aufrecht, als Spiel zwischen oben und unten.

Ist Ihnen aufgefallen, dass "K" und "H" sich ständig abwechseln? Hier wird die oben beschriebene Polarität Schütze und Zwillinge wirksam. Aufgrund dieser Polarität ist die "K"-Gebärde nicht nur eine Bewegung nach unten, sondern auch nach innen. Das luftige, nach aussen orientierte Element des "H" wird vom "K" zum Körperzentrum hin verdichtet, damit es danach seine Wirkung innerhalb des "K" entfaltet.

Wenn das nicht geschieht, kommen die Skier im Stopp nicht voll zum Stillstand und Sie sind nicht zufrieden. Es ist dann einfach noch kein "K". Für sportliche Skifahrer ist das eine schöne Herausforderung. Im Video werden Sie sehen, dass es auch mir nicht gleich gelingt.

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